Wie weit Sensorkabel verlängerbar?

  • Hi Leute, kurze Frage...


    Ich hab hier nen Shelly EM, um meinen Hausstromverbrauch zu überwachen und aufzuzeichnen. Jetzt will ich mir eine PV-Anlage aufs Dach werfen, und mit dem zweiten Messeingang gern die eingespeiste Energie überwachen und aufzuzeichnen. Allerdings liegen beide Messpunkte derzeit ca. 15m Leitungslänge auseinander.


    Wie weit kann man die Leitungen der Messklemmen verlängern, und was sollte man unternehmen, um so wenig wie möglich Störeinflüsse zu erhalten?


    MFG Andy

  • Nun, ich weiß nicht, ob es bei den Mini-PV-Anlagen eine Vorschrift gibt, dass die Einspeiseleitung seperat abgesichert sein muss, aber sinnvoll ist es auf alle Fälle diese Installation explizit zu schützen/abzusichern etc.

    So kannst du deinen EM im Verteiler einsetzen....

    Viele Grüße,

    Wolfgang

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    Nachdem ich meine Haussteuerung jahrelang ausschließlich mit einer TSX3722-SPS (Telemecanique) verkabelt hatte und mittlerweile dezentral auf die Kleinsteuerung EasyE4 von Eaton umrüste, bin ich nun auch dem Shelly-Wahn verfallen.

    Ich freue mich die Systeme miteinander zu verknüpfen und damit final Cloudverweigerer werden zu können.

  • Wenn du schon eine Leitung verlegen willst dann verlegt doch die Stromleitung der PV Anlage in die Unterverteilung, es ist nehmlich völlig egal an welcher Stelle du deinen PV Strom einspeist. Sensor Leitung verlängern oder kürzen ist so eine Sache da meist der Leitungswiderstand in der Messelektronik (im Shelly) heraus gerechnet wird.

    ...dein Hausanschluss 3 Phasen hat?

    Ja es gibt in Deutschland noch viele Altbauten welche nur sogenannten Lichtstrom oder Haushaltstrom haben und das Haus nur ein Phasig versorgt wird.

  • ... ob es bei den Mini-PV-Anlagen eine Vorschrift gibt, dass die Einspeiseleitung seperat abgesichert sein muss...


    Sinnvoll ist das aber bis 600W können Solar Anlagen in Deutschland als Stecker Kraftwerk betrieben werden. Sprich man darf in eine normale Schuko-Steckdose einspeisen, auch wenn manche Netzbetreiber dem Solarbetreiber eine Wieland Einspeißedose aufs Auge drücken wollen.

  • So, also gut, nochmal langsam.


    Der vorhandene Shelly EM sitzt in der Hausverteilung und misst, was ins Haus rein geht.

    Von der HV geht ein Kabel (3Polig) zur Unterverteilung in der Garage. (Baulich von einander getrennt)

    Die PV-Anlage soll aufs Garagendach und in die UV einspeisen und von da aus den Strom quasi Rückwärts zur HV leiten.

    Es wird FEST eingespeißt, OHNE irgendwelche Einspeisestecker usw.. Natürlich wird das auch entsprechend abgesichert. Es wird ein OnGrid-Wechselrichter...(Sprich, ohne Netzfrequenz vom EVU kommt da auch nix raus) Aber das ist alles n anderes Thema.


    Mir gehts darum, ob ich das Sensorkabel so weit verlängern kann oder nicht. Der Aufwand ist nämlich bedeutend geringer, als ne zusätzliche Stromleitung zur HV zu verlegen. Zumal absehbar ist, das die ganze Anlage da wieder runter kommt, weil auf der anderen Hausseite ne neue Garage gebaut wird, und die alte dann abgerissen wird. Quasi alles erstmal nur provisorisch.


    Quote

    Ja es gibt in Deutschland noch viele Altbauten welche nur sogenannten Lichtstrom oder Haushaltstrom haben und das Haus nur ein Phasig versorgt wird.

    Genau so siehts aus. Es liegt zwar schon Kraftstrom bis ins Haus, Zähler und Rest der Anlage laufen aber bisher Einphasig. Bisher reicht mir das auch, ich sehe da keinen Handlungsbedarf, irgendwas zu verändern.


    MFG Andy

  • Ich würde es mir an deiner Stelle einfach machen und die Solaranlage über ein Shelly 1pm einspeisen. Ist auch relativ günstig. Man kann eine Messleitung verlängern aber es kann sein das es dadurch ungenauer wird. 11046-ar768-ger%C3%A4te%C3%BCberwachung-shelly-1pm-png

  • So wie in diesem Beispiel.

  • Ich denke, das war der Tipp überhaupt!!! Manchmal sieht man den Wald vor Bäumen nicht!! :/

    Der Shelly ist auf jeden Fall günstiger, als das Kabel zum verlängern und die Arbeit es zu verlegen! :thumbup: :thumbup: :thumbup:

  • Die 3 Phasen hatte ich nach dem ersten Post angenommen, da hier keine Angaben zu dem Hausanschluss gemacht wurden und 3 Phasen in der Regel üblich sind, auch wenn es anscheinend noch Regionen ohne Drehstrom gibt.


    Die 9,5kWp habe ich wohl mit einem anderen Thema durcheinander gewürfelt - sorry.


    Um welche Leistung geht es denn?

  • Ich würde dennoch einen Shelly EM vorziehen, da das Relais des Shelly 1PM immer angezogen sein muss. Bei einer Fehlfunktion findet keine Einsparung statt.

    Bei ausreichender Kenntnis könnte man den Relaiskontakt überbrücken und die Spule trennen. Das hat aber glaube ich noch niemand probiert.

  • Ich muss ganz ehrlich sagen, ich find die Variante MIT angezogenem Relais gar nicht sooo schlecht. Somit kann man im V-Fall die Anlage über die Cloud vom Netz trennen. Und ne Fehlfunktion sollte man über die App anhand der "Verbrauchsanzeige" erkennen können. Wenn >1W, dann is alles OK, wenn 0W, dann is Dunkel oder Kaputt... :/

    Man muss dann nur sehen, das man richtig rum klemmt. Nicht, das ich die Stromversorgung des Shellys mit dem kappen der Leitung abwürge. Das wäre Kontraproduktiv.

  • Mir fällt nur aktuell kein Fall ein, in dem das Trennen der Anlage einen Sinn macht. Anlage kaputt, dann kaputt. Fliegt die Sicherung, dann kann nicht weiter abgeschaltet werden. Bei Gewitter würde ein Blitz das Relais des Shellies locker überspringen.

    Wenn ich mir den Verlauf unserer knapp 10kWp-Anlage so anschaue, dann wärst du spätestens im Winter immer unsicher, ob nun ein Fehler vorliegt oder die Anlage einfach nur verschattet ist.